Russisches Roulette

… wird sogar in der Duma gespielt. (via Astrodictium Simplex)

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Russisches Roulette

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Die Schwimmbäder spinnen und setzen auf Granders Zauberwasser.

Die Krebskranken spinnen und setzen auf rechtsnationalistisch verklärten Wunderglauben („Germanische Neue Medizin“).

Christen, Juden und Muslime spinnen gleichermassen. Schön, dass das inzwischen sogar bei Blättern wie 20min angekommen ist.

Die Kirchen spinnen sowieso, weshalb der Mitgliederschwund nur logisch und erfreulich ist. (Auch in Italien)

Nun ja, angesichts all dessen wirkt die Satire von „The onion news“ unter dem Titel „Christian Groups: Biblical Armageddon Must Be Taught Alongside Global Warming“ geradezu unglaubwürdig alltäglich.

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Happy Towel-Day!

Einen fröhlichen Towel-Day euch allen!

Towel-Day? Ja, genau, Towel-Day. Towel, wie das Handtuch. Das Handtuch, welches gemäss  dem grossartigen britischen Autor Douglas Adams (z.B. „Per Anhalter durch die Galaxis“) so ziemlich das Nützlichste ist, was man auf Weltraumreisen mit sich führen kann. Der Gedenktag an Adams, alljährlich am 25. Mai, ist deshalb Towel-Day.

„Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.

Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen, er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade „verloren“ hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.“- Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis

Wie das Foto unten beweist, hilft ein Handtuch wirklich in jeder Situation weiter – z.B. wenn man seine Burka zu hause vergessen hat oder wenn Politiker dieselbe im Übereifer verbieten. Schliesslich wissen wir ja dank Douglas Adams, wie vertrauensstiftend so ein Handtuch wirkt.

Happy Towel-Day!

Craig Venter und das Geheimnis des Lebens

Ein paar Gedanken zur Berichterstattung in 10vor10 über die durch Craig Venters Team komplett mit einem synthetischen Genom versehene Zelle. Ich persönlich finde das einfach nur extrem cool – die Forscher haben sogar die Namen der 46 Hauptmitarbeiter sowie drei berühmte Zitate in den Code eingebaut. Die Zelle ist gemäss 10vor10 „Motor“ und „Kraftwerk“ des Lebewesens. Was natürlich unsinnige Analogien sind, weil Zellen als der Grundbaustein von Lebewesen einfach jede nur denkbare Funktion wahrnehmen. Das Leben ist offenbar wahnsinnig geheimnisvoll. Und das soll gemäss 10vor10 wohl auch so bleiben.

Die Forscher sprechen über „Missbrauchpotential“ und meinen: „Könnte als Waffe eingesetzt werden und Menschen Verletzen.“ Dieses gibt es zweifellos. Die Bioethiker sagen „Missbrauchspotential“ und meinen: „Die Heiligkeit des Lebens könnte verletzt werden. Gott spielen ist böse.“

Die auftretende Dame im 10vor10 meint: „Das geht ja in die Richtung, dass man Leben am Reissbrett entwerfen kann.“ Ja, gute Frau, genau darum geht es in dieser Forschungsrichtung. Und genau das macht ja die enormen Chancen aus – sowohl im Bereich der Erkenntnis als auch der Anwendungsmöglichkeiten. Man redet aneinander vorbei. Und es geht um „Gene“ – was ja schon an sich etwas gefährliches ist. Man will ja schliesslich auch „keine Gene im Essen“.

Ich wittere das nächste Strafgesetz.

Craig Venter und das Geheimnis des Lebens

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Saudis erlauben Feuerwehr, Mädchen zu retten (Spiegel)

Homöopathie. Immer noch bescheuert. Kann aber nicht oft genug gesagt werden.

Ein lesenswerter Artikel über „Zahnfehwissenschaft“

Pakistan spinnt (Offenbar wird der Staat von Religioten regiert)

Das Bundesgericht spinnt auch (Es ist der Ansicht, es sei ok, wenn das Institut für geistiges Eigentum religiöse Gefühle statt geistiges Eigentum schützt.)

Erster künstliches Lebewesen geschaffen? Es nimmt mich wunder, wie die Vitalisten/Beseelungstheoretiker sich herausreden werden.

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Joghurtloser Yogi

Das heisst: Wohlberechtigte Kritik daran von  PZ Meyers unter dem Titel „They aren’t doing the right tests“. Was ich mir auch schon gedacht habe. Aber man sagt ja nichts – man ist ja von Haus aus Jurist, nicht wahr. Da steht es einem das einfach nicht zu, nicht wahr.

Natürlich ist es Schwachsinn, zu behaupten, man lebe seit 70 Jahren ohne Nahrung und ohne Flüssigkeitsaufnahme. Aber es ist offenbar nötig, zu erwähnen, dass das Nonsense ist.

Eigentlich tragisch. Es sollte jedem klar sein. Ich wünsche mir zumindest, dass Leute, welche z.B. aktiv am demokratischen Gesetzgebungsprozess in meiner Gesellschaft beteiligt sind, solchen Unsinn von vornherein als solchen erkennen. Aber wahrscheinlich ist das Wunschdenken. Schliesslich bin ich gerade ordentlich betrunken. Da neigt man zur Fantasie.

Update: Inzwischen hat sich auch James Randi des Unsinns angenommen.

Joghurtloser Yogi

Kirchenfinanzen Special

Spätestens wenn es um die Kirchenfinanzen und Kirchenaustritte geht, dann merkt man, wie wenig ernst es dem Gesetzgeber und den Kirchenfunktionären mit der Trennung von Religion und Staat und mit der Glaubens- und Gewissensfreiheit von nicht-Christen ist. Für mich ist die Verbandelung wirklich haarsträubend.

Nach dem Betrachten nachfolgenden Videos habe ich gerade eine ziemliche Wut im Bauch:

Währenddessen geht eine mutige Freidenkerin in der Schweiz einen Schritt weiter und versucht die Finanzierung von Pfarrern aus den allgemeinen Staatsmitteln zum Fall zu bringen: http://hpd.de/node/9458

Allein im Kanton Zürich machen die Leistungen an die Kirchen aus allgemeinen Staatsmitteln immerhin ein 50 Millionen-Posten im Kantonsbudget aus. Auf Gemeindsebene dürften weitere Leistungen dazu kommen.

Nachfolgend weitere Videos, welche die Brisanz des Themas dokumentieren. Die Berichte beziehen sich zwar auf die Situation in Deutschland, illustrieren das Problem beispielhaft:

Kirchenfinanzen Special