„Schleierhaftes Burka-Problem“

Ein treffender Kommentar in der heutigen NZZ:

http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/schleierhaftes_burka-problem_1.5638736.html

Das Fazit:

Wieder soll am Schluss ein «Zeichen» resultieren, von dem niemand genau weiss, was es bedeutet. Wahrlich kein Ruhmesblatt für den demokratischen Wettstreit von Argumenten, den man religiösen Dogmatikern schmackhaft machen will.

/sign.

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„Schleierhaftes Burka-Problem“

7 Gedanken zu “„Schleierhaftes Burka-Problem“

  1. intelligert schreibt:

    Für ungebildete ist vieles schleierhaft…
    Fundamentalisten als religiöse Dogmatiker zu bezeichnen ist Euphemismus pur und diskreditiert den Autor.

  2. intelligert schreibt:

    Das war nicht mein Punkt. Ein Islamist oder sonst religiöser Extremist ist mehr als ein Dogmatiker. Zudem soll mit der Wortwahl eine Relativierung geschaffen werden, die Christentum und Islam in einen Bezug stellt, den es so nicht (mehr) gibt.

  3. Mir sind Fundamentalisten und religiöse Dogmatiker unsypathisch, ganz unabhängig davon, an welche Märchen sie genau glauben.

    Abgesehen davon: Der Autor des verlinkten Artikels bezieht sich im Schlusssatz nicht nur auf „Islamisten“, sondern eben genau auf religiöse Dogmatiker, als Gegenposition zum „demokratischen Wettstreit“. Der Ausdruck „Dogmatiker“ passt also hervorragend, weil es ja gerade dem Dogmatiker darum geht (aus seiner Theologie abgeleitete) allgemeingültige Verhaltensregeln (und Glaubensregeln) aufzustellen.

  4. intelligert schreibt:

    Und genau darin liegt doch sein Fehler – Ein Dogma hat doch keinen Anspruch, über weltlichem Recht zu stehen – Im Gegensatz zu religiösen Extremisten (egal von welcher Religion)?

  5. Darin, zu glauben, ihre Dogmen stünden über dem weltlichen Recht oder wären für dessen Gestaltung massgebend, liegt der Fehler religiöser Dogmatiker und Fundamentalisten.

    Nur werden wir diese Fundamentalisten und Dogmatiker vom Primat des weltlichen Rechts schwer überzeugen können, wenn wir weltliches Recht einfach anhand von mulmigen Bauchgefühlen gestalten. Wir sollten als gutes Beispiel vorangehen und uns dringend davor hüten unsere eigenen Grundprinzipien (Diskriminierungsverbot, Rationalitätsgebot, Subsidiaritätsprinzip, Verhältnismässigkeitsprinzip, Glaubens- und Gewissensfreiheit, Gesellschaftlicher Liberalismus und Pluralismus) mit Füssen zu treten.

    Mehr zu verbieten als unbedingt notwendig ist, schadet der Legitimität des Rechts. (Analoge Beispiele aus einem völlig anderen Bereich: Verbot von Canabiskonsum; drohenes Verbot gewalthaltiger Videospiele)

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