Burka & Demokratie

Ich glaube, ich habe soeben verstanden, was die Leute meinen, wenn sie sagen, die Burka sei mit Demokratie und so nicht vereinbar…

… oder meinen sie doch etwas anderes?

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Burka & Demokratie

Jeder Kirchenaustritt zählt!

Eine unterstützenswerte Aktion der Freidenker:

Volkszählung 2010: Jeder Kirchenaustritt zählt!

Bist du Kirchenmitglied und nicht sicher, warum eigentlich? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt auszutreten.

2000 waren 11% der Bevölkerung als konfessionsfrei erfasst.

1990 waren es erst 7% gewesen.

Am 31.12.2010 wird das Bundesamt für Statistik die Register der Gemeindeverwaltungen übernehmen und auswerten.

Eine korrekte Religionsstatistik ist eine wichtige Hilfe gegen die Vereinnahmung durch die Kirchen. Jede Karteileiche stärkt die religiösen Machtansprüche!

Stelle sicher, dass Du als konfessionslos registriert bist!
In den meisten Gemeinden kannst du das auf dem Steuerformular sehen.
Wo keine Kirchensteuer besteht, hast du das Recht, auf der Gemeindeverwaltung zu erfahren, wie Du registriert bist.
Schicke Dein Austrittsschreiben vor dem 31. Oktober 2010 ab!
Nur dann hast Du einigermassen Gewähr, dass die Austrittsbestätigung der Kirche rechtzeitig auf der Gemeindeverwaltung eintrifft.

Jeder Kirchenaustritt zählt!

Ein Leserbrief an Immanuel Kant

Lieber Immanuel Kant
Ich hasse dich. Du bist ein Arschloch.
In deinem Buch“Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“, welches man mir wiederholt empfohlen hat, schreibst du:
„Er [der gemeine Menschenverstand] wird alsdann sogar subtil, es mag sein, dass er mit seinem Gewissen oder anderen Ansprüchen in Beziehung auf das, was recht heissen soll, schikanieren, oder auch den Wert der Handlungen zu seiner eigenen Bleehrung aufrichtig bestimmen will, und was das meiste ist, er kann im letzteren Falle sich eben so gut Hoffnung machen, es recht zu treffen, als es sich immer ein Philosoph versprechen mag, ja ist beinahe noch sicherer hierin, als selbst derletztere, weil dieser doch kein anderes Prinzip als jener haben, sein Urteil aber durch eine Menge fremder, nicht zur Sache gehöriger Erwägungen leicht verwirren und von der geraden Richtung abweichend machen kann.“

Solche Sätze bildet man nur mit Absicht, mittels Rauchpetarden über die Trivialität der eigenen Aussage hinwegzutäuschen. Was du hier sagen willst ist wohl: „Der Alltagsverstand  könnte häufig zu gleich guten oder sogar besseren Ergebnissen wie philosophische Erwägungen führen, weil sich die Philosophen häufig von irrelevanten Nebenproblemen ablenken lassen.“

Um dir mit einem Zitat zu entgegnen:
„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzu zu fügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“

Wie viele auf deinen Trug hereinfallen!
Damit verbleibe ich mit hochachtungsvollen Grüssen,
Gwendolan
Ein Leserbrief an Immanuel Kant

John Stuart Mill über Drogenpolitik

„Andererseits gibt es aber Einmischung in den Handel, wo es sich wesentlich um Fragen der Freiheit handelt, wie das bereits erwähnte Maine-Gesetz [Anm: Alkoholprohibition], das Verbot der Opiumeinfuhr nach China, die Beschränkung des Verkaufs von Giften, kurz, alle Fälle, bei denen das Eingreifen bezweckt, die Erlangung einer bestimmten Sache zu erschweren oder unmöglich zu machen. Diese Eingriffe sind zu verwerfen, nicht als Einmischung in die Freiheit der Hersteller oder Verkäufer, sondern in die der Käufer.

[…]

Dennoch kann, wenn nicht die Gewissheit, sondern nur die Gefahr […] gegeben ist, niemand anders als der Betreffende selbst beurteilen, ob seine Gründe ausreichen, um das Wagnis zu riskieren. Meines Erachtens sollte man ihn in diesem Falle (wenn er nicht ein Kind ist oder geisteskrank, oder in einem Zustand von Erregung oder Geistesabwesenheit handelt, der mit dem vollen Gebrauch seines Verstandes nicht vereinbar ist) daher nur vor der Gefahr warnen, nicht aber mit Gewalt hindern, sich ihr auszusetzen. Ähnliche Überlegungen, auf Probleme wie die des Handels mit Giften angewendet, ermöglichen uns zu entscheiden, welche unter den anwendbaren Regelungsarten dem Prinzip zuwiederlaufen und welche nicht. Eine Vorsichtsmassregel wie z.B. die, den betreffenden Stoff mit einer Bezeichnung zu versehen, die uasdrücklich auf seinen gefährlichen Charakter hinweist, kann ohne Verletzung der Freiheit erzwungen werden, denn der Käufer kann nicht wünschen, dass ihm die giftigen Eigenschaften des in seinem Besitz befindlichen Stoffes unbekannt bleiben.

[…]

Das der Gemeinschaft innewohnende Recht, gegen sie selbst gerichtete Verbrechen durch vorbeugende Massnahmen abzuwehren, weist deutlcih auf die Begrenztheit des Verbots hin, einem nur in eigener Sache falschen Verhalten mit Vorbeuge- oder Strafmitteln beikommen zu wollen. Trunkenheit z.B. ist im Allgemeinen kein geeigneter Grund um gesetzlichen Einschreiten. Ich würde es aber für vollkommen gerechtfertigt halten, jemanden, den man schon einmal wegen Gewalttaten unter dem Einfluss von Alkohol für schuldig befunden hat, zunächst unter ein speziell für ihn geltendes Verbot zu stellen, ihn dann mit einer Strafe zu belegen, wenn man ihn hinterher wieder betrunken fände, und schliesslich, wenn er in diesem Zustande einen anderen Verstoss beginge, die Strafe hierfür noch mehr zu verschärfen. Sich einen Rausch antrinken ist bei jemandem, der im Trunk zu Gewalttaten neigt, ein Verbrechen gegen andere.

[…]

Fast jeder gekaufte oder verkaufte Gegenstand kann im Übermass benutzt werden, und die Verkäufer haben ein Gewinninteresse daran, diese Unmässigkeit zu ermutigen. Darauf kann man jedoch keinen Beweis zugunsten etwa des Maine-Gesetzes gründen, da die Berufsgruppe der Händler mit alkoholischen Getränken – wenn auch am Missbrauch interessiert – doch für ihre rechtmässigen Verbraucher nicht zu entbehren ist. Das Interesse dieser Händler an der Förderung der Unmässigkeit ist jedoch wirklich ein Übel und berechtigt den Staat, Beschränkungen aufzuerlegen und Garantien zu fordern, die ohne diese Rechtfertigung Eingriffe in die berechtigte Freiheit wären.

Eine weitere Frage ist, ob der Staat eine Handlungsweise, die er erlaubt, nicht trotzdem indirekt entmutigen sollte, wenn er sie für unvereinbar mit dem Wohl des Betreffenden hält. Z.B. ob er nicht Massnahmen treffen sollte, die Mittel, sich zu berauschen, teurer zu machen oder ihre Anschaffung durch Verringerung der Verkaufsstellen zu erschweren. […] Genussmittel bloss zu dem Zwecke zu besteuern, damit sie schwieriger zu beschaffen seien, unterscheidet sich nur gradweise von ihrem völligen Verbot und wäre nur gerecht, wenn dies auch zu rechtfertigen wäre. […] Eine Steuer auf Genussmittel bis zu einer Höhe, die den höchsten Ertrag erbringt (vorausgesetzt, dass der Staat dies Einkommen braucht), ist nicht bloss zulässig, sondern auch zu billigen.“

On Liberty, Fünftes Kapitel, 1859

Klassiker lesen lohnt sich. Auch und gerade heute.

John Stuart Mill über Drogenpolitik

Ist irrationaler Glaube nicht harmlos?

Irrationaler Glaube führt zu Folter und Mord.

Z.B. bei den modernen Hexenjagden in vielen Teilen Afrikas.

Oder, weil bestimmte Menschen zu alchemistischen Zutaten verarbeitet werden sollen.

Oder, wenn angeblich von Geistern besessene Kinder „exorziert“ werden (nicht nur in Afrika):

Der Glaube an irrationale Dinge ist nicht harmlos. Er ist brandgefährlich.

Ist irrationaler Glaube nicht harmlos?