Pat Condell: A god of life / Benny Hinn / Benny Hill

Pat Condell veröffentlich regelmässig recht unterhaltsame religionskritische Videos auf Youtube.

Schön, dass er wieder einmal über alle Religionen herzieht, und nicht nur den Islam. Der fällt zwar in letzter Zeit öfter auf, aber man sollte nicht vergessen, dass die Religionen allesamt ähnlich kritikwürdig sind.

Ach ja, hier nochmal etwas lustiges:

Der meint es allerdings ernst. Hat mich fast noch mehr zum Lachen gebracht, als das obere Video. Cheeesus! 😛

Die Idee, ihn mit seinem fast-Namensvetter zu vereinen hatte zum Glück bereits jemand anderes – so bleibt mir die Arbeit erspart:

Benny Hill macht alles lustig. Wirklich alles. Verkehrsunfälle. Atomkriege. Völkermord.

Und sogar evangelikale Prediger.

Pat Condell: A god of life / Benny Hinn / Benny Hill

The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ*

Philip Pullman bringt anlässlich einer Besprechung seines neuen Buches die Meinungsäusserungsfreiheit auf den Punkt:

Mit dem Vorwurf konfrontiert, der Titel seines neusten Werkes – wo der Sohn Gottes (zumindest einer davon) ein Halunke genannt wird – sei für einen normalen Christen beleidigend, antwortet er:

„It was a shocking thing to say and I knew it was a shocking thing to say. But no one has the right to live without being shocked. No one has the right to spend their life without being offended. Nobody has to read this book. Nobody has to pick it up. Nobody has to open it. And if you open it and read it, you don’t have to like it. And if you read it and you dislike it, you don’t have to remain silent about it. You can write to me, you can complain about it, you can write to the publisher, you can write to the papers, you can write your own book. You can do all those things, but there your rights stop. No one has the right to stop me writing this book. No one has the right to stop it being published, or bought, or sold or read. That’s all I have to say on that subject.“

Der erklärte Atheist Pullman hat bereits in seiner „His dark materials“-Triologie – wenn auch in Metaphern – Kritik an der Institution Kirche zum Ausdruck gebracht. Und nebenbei Fantasy-Literatur auf hohem Niveau geliefert.

Inzwischen habe ich das Buch „The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ“ gelesen, es ist wirklich ziemlich gut. Eine schöne Geschichte, mit rührenden Seiten. Sprachlich wirkt es aufgrund der Anlehnung an den biblischen Erzählstil anfangs naiv, aber das ist natürlich Absicht – und erleichtert ausserdem die englische Lektüre.

Das Buch ist aufgebaut als Nacherzählung der Evangelien – allerdings mit kleineren Abweichungen, welche sich im Laufe der Geschichte zu grösseren Diskrepanzen ausweiten. Das Zustandekommen dieser Abweichungen ist Teil der Geschichte selbst. Letztlich ist es eine Geschichte darüber, wie Geschichten enstehen. Eine gewisse Bibelkenntnis ist bei der Lektüre von Vorteil, ansonsten einem an vielen Stellen wohl das eine oder andere Augenzwinkern des Autors entgeht.

Besonders beeindruckend und gelungen finde ich das Kapitel „Jesus im Garten Gethsemane“, wo Jesus in einem an Gott gerichteten Monolog den Verlust seines Glaubens zum Ausdruck bringt.

Mir persönlich hätte die Geschichte noch besser ohne die Einführung eines (realen) „geheimnisvollen Fremden“ gefallen – sie wäre ganz gut ohne das „Dan-Brown-Element“ ausgekommen. Aber das ist eher ein Detail.

Das Buch ist wirklich ein Kleinod und eine Empfehlung wert.

*Eine ältere Fassung dieses Beitrages wurde bereits in meinem alten Blog veröffentlicht.

The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ*